Das Titelbild von Krankenhaus Melbeck - Disruption ist leider gerade nicht auffindbar.

Es ist endlich soweit. In dieser Woche ist mein neues Buch im Handel erschienen – mein erster Roman: Krankenhaus Melbeck – Disruption. Ein Sachroman über ökonomisierte Gesundheit, über Führung, Transformation und die Krankenhausorganisation der Zukunft. Eine lebendige Geschichte von innen, von heute und von morgen.

Mein persönliches Vorwort

Felix Bender ist Geschäftsführer des Melbecker Krankenhauses, als der Start-up-Milliardär Björn Meiersiek es übernimmt. Dessen Ziel: den Grundstein für einen Krankenhauskonzern legen, der das Patientenwohl wieder in den Mittelpunkt stellt. Gemeinsam mit der Ärztin Luise Pickart macht er sich daran, das Unternehmen von Grund auf umzukrempeln. Felix Bender taucht ein in eine völlig neue Welt, in der die alten Regeln der Krankenhausführung nicht mehr zu gelten scheinen. Er durchlebt wie im Rausch seinen persönlichen Entwicklungsprozess, während er gemeinsam mit Luise Pickart und dem jungen Lean Manager Steffen Ganz seine Organisation darauf vorbereitet, die eigenen Prozesse und ihre Führung neu zu erfinden.

Krankenhaus Melbeck – Disruption beschreibt Felix Benders Geschichte und dessen Transformation von einem traditionellen Krankenhausgeschäftsführer zu einer Führungskraft neuen Typs. Felix Bender lernt dabei nicht nur neue Methoden und Prinzipien kennen. Er verändert grundlegend seine Haltung gegenüber der eigenen Organisation. Er dringt immer tiefer in eine Welt fester Traditionen, scheinbar unverrückbarer Wahrheiten und tief liegender Widersprüche vor. Gemeinsam mit Luise Pickart und Steffen Ganz macht er sich ans Werk und in kürzester Zeit erschaffen sie mit ihrem Team die Station der Zukunft.

Krankenhaus Melbeck – Disruption gibt Einblicke: in das Leben und auch das Leiden eines Geschäftsführers. Es erzählt die lebendige Geschichte eines Krankenhausalltags und zeichnet einen Entwicklungsprozess nach, wie er einschneidender nicht sein könnte. Krankenhaus kann anders funktionieren – besser, für Patienten, Mitarbeitende und auch deren Eigentümer. Dafür müssen wir allerdings mit zahlreichen Prinzipien brechen, die wir heute noch für allzu selbstverständlich halten. Wir müssen bereit sein, jahrzehntelange Erfahrungen aus anderen Branchen sinnvoll auf unseren Krankenhausalltag zu adaptieren und sie konsequent umzusetzen. Politik, Konzerne und Krankenkassen sollten sich bemühen zu verstehen, welche Auswirkungen ihre Entscheidungen und ihre Handlungen der letzten fünfzehn Jahre hatten – nicht nur für die Bilanzen oder das Gesundheitssystem insgesamt, sondern ganz konkret für Patienten und Mitarbeitende. Denn am Ende geht es doch genau darum.

Als Menschen leben wir mit unseren Erfahrungen. Sie prägen uns und unser Denken. Wir verändern unser Bild von der Welt, sobald wir neue Erfahrungen sammeln. Oft brauchen wir dazu Beispiele, ein Bild vor Augen – ein Zukunftsbild, das unsere Fantasie anregt. Dieses Bild versuche ich in meinem Roman zu malen. Wie funktioniert das Krankenhaus, die Station der Zukunft und gibt es einen Weg dorthin?

Als ich vor mehr als zwei Jahren mit dem Schreiben begonnen habe, bin ich gefragt worden, wieviel „Ich“ in meinem Buch stecken wird. Angesichts meiner Kritik und Empörung über viele Entwicklungen der letzten Jahre gab es nicht wenige Stimmen in meinem persönlichen Umfeld, die mich davor gewarnt haben, ein solches Buch zu schreiben. Die Einschätzungen lauteten von „mutig“ bis „wahnsinnig“. Ich gebe zu, dass ich mit mir gerungen habe. 

Doch – Krankenhaus Melbeck ist und bleibt Fiktion. Ein Roman, in dem die Protagonisten für sich sprechen und ihre Meinung vertreten, leben, leiden und sich weiterentwickeln. Viele Ereignisse und Gespräche habe ich zwar so oder so ähnlich erlebt. Oder von ihnen gehört. Allerdings habe ich mich redlich bemüht, Personen, Namen und Situationen bis zur Unkenntlichkeit zu verfälschen. Niemand soll sich angegriffen fühlen. Oder ertappt. Oder imitiert. Ähnlichkeiten mit realen Vorkommnissen, Personen und Orten sind rein zufälliger Natur und von mir nicht beabsichtigt.

Berlin, im Februar 2020 

Jörg Gottschalk

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